Wie einem jeder birkenstockbeschlapfte Öko (spätestens nach dem Sehen des Films „Bambi“) bestätigen wird, ist die Natur ein Idyll. In ihr gibt es nichts Böses, alles ist friedlich, freundlich, heiter und voll der Harmonie. Wenn es überhaupt irgendetwas Böses auf der Welt gibt, dann geht das immer vom Menschen aus. Und jetzt werden sich natürlich viele Leute denken, nein, das ist ja Schwachsinn, der von seiner Naivität nur noch in seiner Dummheit übertroffen wird, doch nein! Die Natur ist wirklich ein Idyll. Ein heimlich aufgezeichnetes Gespräch zwischen einem Wolf und einem Reh beweist dies:

Die Wahrheit über die Natur

in der alle Tiere Freunde sind

Wolf: He, du Reh, da wär was…

Reh: Was denn, was denn?

Wolf: Du, naja, das ist mir jetzt wirklich unangenehm…

Reh: Na komm, sag schon! Raus damit! Du kannst mir alles sagen, wir sind ja Freunde.

Wolf: Na gut, du – ich… ich möchert dich eigentlich fressen.

Reh: Ach, wenn's weiter nichts ist! Friss mich ruhig, ist doch die natürlichste Sache der Welt.

Wolf: Naja, so würd ich das nicht sehen. Schließlich gibt es ja keine Grausamkeit in der Natur, überdies hinaus würde ich damit einem leidensfähiges Wesen Qualen bereiten. Und zu guter letzt, ich muss da ja nicht tun, verstehst du? Ich mein, ich könnt mich ja auch rein von Licht und Plankton ernähren, ich tu das nur, weil ich meine perversen Sexgelüste an deiner toten Leiche befriedigen will.

Reh: Hm, wenn du das so sagst. Aber weißt was: Pfeif drauf, friss mich einfach.

Wolf: Aber nur, wenns dir nix ausmacht, ja?

Reh: Aber nein, kein Problem! Würd ich ja bei dir genauso machen.

Wolf: (gerührt) Du, das… Also, ich bin sprachlos…

Reh: (freundlich) Ach, schwing doch keine Reden, komm schon!, lass es dir schmecken!

Wolf: Na gut.

Wolf: (frisst das Reh)