Na, pass amål auf, i derzöhl da jetzta wås, des is a urårges G'schichtl, net das'd glaubst, des is a Märchen, Oida, då scheißt'd di å', von āna Rockaprinzessin, die wår net zwider, des is die G'schicht von da Rockerprinzessin auf der Halde, oder genauer g'sågt, auf'm Schrotthaufen.

Die Prinzessin auf der Halde

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Es war einmal… NIX! AUS! Red net so komisch daher, wås is? Hochdeitsch? Wer braucht'n sowås. Wie hurcht si denn des au? „Es war einmal“? Des hāßt „Es wår amål“, nur damit des klår is. Oiso:

Es wår amål…

a Haufn Leut, die sān då umadumgsessn, und håm net g'wusst, wås måchn soin. Wårn då in ān Lokal, und håm net g'wusst, wås måchn soin. Drausn håts g'schitt åls wia, und uns wår fad.

Auf amål geht die Tia auf, und a Weibsn kräult eine. Åba wås fia āne, bist du deppat, wår die geil! Und mānt: „I bin a Rockaprinzessin, Leit'ln, und mei Våda is då da Kenig, und wånn's ma kā Hitt'n gebts, wo'r'i schlåf'n kå', dånn kummt a murgn und haut eich in die Gosch'n, dass eichare Zåhnbürschteln nåcher ins Leere greifen.“ „Na sicha“, håmma g'sågt, „eh klår“, håmma g'sågt, „na sicha, so schaust'd aus.

Stöllt sa se hi, schaut uns å, låcht – und zippt se die Lederkinesch'n auf, dass'd de Duttln siechst. A påar hätterten glei' ins Wichsen å'fgfångan, åwa sie zāgt auf'n Jonny, und sågt zu erm: „Di brauch i net dabei, ziag å.“

Håmma en Jonny å'gschaut – ea is hoit a bisserl deppert, und meisten bummzua, und håm g's°gt, „Heast, Oida, i glaub, die Oide wü di net“, åba der wår scho so dicht, dass a'r' eh nimma g'wusst, håt, wo hint und vurn is. Håmma eam hoit wås geb'n, ea håt se des Naserl zog'n, dann håmma'n hålt di Köllastiagn åbeg'haut, und des Türdl zuag'sperrt.

Sie: Låcht wieda. Sågt: „Wås håbt's'n zum Sauf'n då, Burschn?“ Håmma des Kastl aufg'måcht, se schaut auf de Botteln, und dann ziagt sa se de Lederkineschn aus, und sågt zu uns: „Jetzt wird gsoffn, und jetz wir pudert, Burschn! Hos'n åbe!“

Ålso, is såg d'as … wir håm gsoffn wia die Russn, g'spritzt wia die Hydranten, wår'n fett wia a Radiera, es wår āfåch nua oag! De Oida, de wår net zwieda, de håt uns g'molken wia die Ochsen, gsoffn wia nur wås, wås die Frau vernichtet håt, des wår afåch nur årg.

Und dånn håts g'sågt: „Scheiße, jetzt is ma ollas wuascht“, und is – umg'fålln.

Is hålt dåg'leng, håt g'schlåfn, und mir håm uns gsågt: „Oiso, wånn de wirklich a Rockaprinzessin is, dånn is die so dicht, die wåcht net auf, wuascht, wås passiert.“

Oiso hat ihr āna ān Schas ins Gsicht låssn – die wåcht net auf. Håmmas bei die Haxn gnumman und umadumbeitelt – die wåcht net auf! Håmma ihr a Zeitung um die Ohr'n g'haut – die wåcht net auf. Håmma ihr ān Kübe' Wåsser auffgeschütt' – die wåcht net auf! Drauß'n håt's nimmer g'regnet, håmmas außezah't, bei Händ und Fiaß g'numman, und – ans, zwā, drei, HUI! – auf'n Schrotthauf'n auffeg'haut – die wåcht net auf! Håt āna die Glock außezaht, und pempert auf'n Schrotthauf'n drauf – die wåcht net auf.

Am nächsten Tåg z'Mittag, liegt's imma no' ob'n, mia schaun auffe, sie schaut åbe, und frågt: „Wår wås?“